06.09.2016

Tiroler Fraunhofer Innovationszentrum in Wattens eröffnet


v.l.n.r.: Prof. Dr. Dieter Fellner, Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Markus Langes-Swarovski, Prof. Dr. Wilfried Sihn, Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister Thomas Oberbeirsteiner

Mit Unterstützung der Tiroler Landesregierung und durch Rahmenvereinbarungen der Fraunhofer Austria mit verschiedenen Unternehmen konnte am Standort Wattens das Fraunhofer Innovationszentrum „Digitale Transformation der Industrie“ eröffnet werden. Entwickelt werden hier Lösungen für eine erfolgreiche digitale Weiterentwicklung des Standorts Tirol.

Wattens/Wien. Wie schnell sich Spitzenforschung in Tirol etablieren kann, zeigt die Eröffnung des Fraunhofer Innovationszentrums im „Gründerzentrum Werkstätte Wattens“. Erste diesbezügliche Gespräche hatte es vor knapp einem Jahr zwischen führenden Vertretern von Swarovski und der Fraunhofer Austria gegeben. Als auch die Basisfinanzierung durch das Land Tirol sichergestellt war, konnte der Startschuss zur Gründung des Innovationszentrums Tirol Anfang September gegeben werden. Eine Win-Win-Situation, da Tirol für Fraunhofer Austria absolut kein Neuland ist: Bereits seit drei Jahren werden die größten Projekte der österreichischen Fraunhofer Tochter mit Tiroler Unternehmen abgewickelt.

Ziel der Fraunhofer Dependance in Wattens ist es, zusammen mit Tiroler Unternehmen und weiteren Partnern, wie die Universität Innsbruck, für eine erfolgreiche digitale Weiterentwicklung des Standortes zu sorgen. So sieht der Tiroler Landeshauptmann, Günther Platter „die Ansiedlung des Fraunhofer Innovationszentrums als einen Meilenstein der industrieorientierten Forschung und als eine weitere Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Tirol“.  Dabei werden sich die öffentlich geförderten Projekte sowie Projekte der Auftragsforschung fachlich am lokalen Industriebedarf orientieren. Durch die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse rund um die Industrie 4.0 in nutzbare Innovationen soll die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesteigert werden. Um dies zu erreichen, wird eine enge Kooperation mit Firmen und bestehenden Forschungseinrichtungen in Tirol angestrebt.

„Was wir jetzt hier als Niederlassung gestartet haben“, erklärt Professor Dr. Sihn, Geschäftsführer der Fraunhofer Austria die mittelfristige Zielsetzung, „soll sich in spätestens drei Jahren zu einem eigenständigen Geschäftsbereich zu generieren - mit einem Umsatzziel zwischen drei und fünf Millionen Euro“. Geplant ist dazu eine Anbindung an die Universität Innsbruck, die derzeit einen Professor im Forschungsfeld „Data Science“ sucht, der mittelfristig die Fraunhofer-Führung in Tirol übernehmen soll.