53. Vergleichskampf – Sensationsergebnis für Rodel-Herren

Mit einem sensationellen vierten Platz erzielten die Rodel-Herren das bislang beste Ergebnis in der Geschichte des Vereinsvergleichskampfs der Schützengilde Absam. Weniger erfolgreich verlief der Wettbewerb für die Rodel-Damen: Nach einem Platz in den Top 10 im Vorjahr reichte es diesmal nur für Rang 19.

Das war wahrlich eine spannende Preisverleihung – und das in mehrfacher Hinsicht: Das Rodel-Herren-Team wurde einfach nicht aufgerufen! Noch unter den Top 10? Ja. Unter den Top 5? Immer noch dabei. Was war denn da los? Und dann – nach dem Gemeindebauhof, dem Vorjahressieger, auf Platz 5 – kam der Paukenschlag: Platz 4 für den Rodelverein Herren! Allen voran: Stefan Frauscher, Bruder unseres Nationalkader-Rodlers, als bester Teilnehmer des Herren-Teams und insgesamt 24. in der Gesamtwertung – stark! Nicht viel schlechter: sein Bruder Armin, der mit 80 Punkten Watschelen-König wurde, sich jedoch ganz knapp Andy Suitner geschlagen geben musste und damit auf Platz 3 landete. Treffsicherster Schütze war allerdings RV-Sportwart Werner Schwarz, der mit beeindruckenden 144,3 Punkten das beste Einzelergebnis für das Rodel- Team erzielte.

Top-Scorerin bei den Rodel-Damen war Miriam Troyer, die sich mit starken 80 Punkten den Titel der Watschelen-Queen sicherte. Zwar lief es beim Schießen nicht ganz nach Wunsch, doch in der Gesamtwertung erreichte sie mit Platz 22 die beste Platzierung des Rodel-Vereins. „Also ich bin ganz baff“, zeigte sich Obmann Hubert Würtenberger begeistert. „Nur 9,6 Punkte haben zum Podest bei den Herren gefehlt – und mit Miriam, Stefan, Andy und Armin haben wir gleich vier Rodler unter den Top 30 der Gesamtwertung. Das ist wirklich eine starke Leistung!“

Tolles Event der Schützengilde
Auch in diesem Jahr konnte die Schützengilde bei strahlendem Sommerwetter ein gelungenes Vergleichskampf-Fest der Absamer Vereine feiern. Bereits am Freitag, vor allem aber am Samstag ab 10 Uhr, strömten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreich herbei – zum Schießen (15 Schuss, liegend oder sitzend aufgelegt) und zum traditionellen Watschelen. Dabei werden vier rechteckige Eisenplatten aus einer Entfernung von zehn bzw. acht Metern geworfen – die drei besten Würfe gelangen in die Wertung. Besonders erfreulich: Nicht nur die Mitglieder der einzelnen Vereine, sondern oft auch ihre gesamten Familien nahmen teil – was den Wettbewerb zu einem echten Familienfest machte. Ein wunderbares Erlebnis für Jung und Alt, bei dem alle Generationen gemeinsam feiern konnten.

Erstmals strategische Planung beim Rodelverein
Seit Menschengedenken, gab es in diesem Jahr erstmals eine strategische Planung der Teilnehmer im Rodelverein. Am 27. April erging die Einladung der Schützengilde an die Obleute der Absamer Vereine. Bereits am 28. April wandte sich Obmann und Team-Coach Hubert Würtenberger an seinen Schriftführer, um die Ergebnislisten des letzten Vereinsvergleichs anzufordern. Nur einen Tag später, am 29. April, lagen ihm die Ergebnis-PDFs der vergangenen vier Jahre vor. Auf Grundlage dieser Daten konnte er gezielt „qualifiziert-potentielle“ Teilnehmer ansprechen und bis zum Meldeschluss am 14. Mai anmelden. Diese Herangehensweise unterschied sich deutlich von jener in den Vorjahren, als einfach nur gefragt wurde, wer denn Lust hätte mitzumachen.

Eigentlich geht es um nichts – und doch wieder um so viel
Fragt man Hubert Würtenberger, was ihm wichtiger sei – die Platzierungen der Damen- und Herrenmannschaften an sich oder deren Reihenfolge –, ist seine Antwort eindeutig: „Es kann nur eine Mannschaft vorne sein.“ Wer ihn kennt, weiß, wie er das meint. So sorgte am Samstagnachmittag eine kurzfristige Absage für große Aufregung im Herrenteam: Kassian Schwarz konnte studienbedingt nicht, wie geplant aus Linz anreisen und musste kurzfristig absagen. Zum Glück war Hubert Würtenberger zur Stelle – und damit begann ein kleiner Telefon-Marathon auf der Suche nach einem Ersatz. Zwischenzeitlich stand sogar der Vereinsschriftführer als Notlösung bereit, bis schließlich eine ideale Besetzung gefunden wurde: Hannes Oblasser sprang nicht nur spontan ein, sondern überzeugte mit starken 127,7 Punkten im Schießen sowie einer beachtlichen Leistung im Watscheln mit 70 Punkten.
Doch der Wettkampf hielt nicht nur positive Überraschungen bereit. Marion Burger zu Beispiel hatte sich noch am Freitagabend mit ihrem Personal Trainer Franz Laimgruber – einem passionierten Jäger – zusammengesetzt, um eine aussichtsreiche Strategie zu entwickeln. Genutzt hat es leider wenig: Mit 128,3 Ringen im Schießen und 30 Punkten im Watscheln blieb sie deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen zurück.

Kleine Idee mit hochprozentiger Wirkung
Unter den teilnehmenden Familien des Rodelvereins war auch Familie Suitner vertreten – allen voran Andreas Suitner mit seiner Frau Barbara. Am Tisch des vielfach ausgezeichneten Schnapsbrenners blieb es natürlich nicht beim Gespräch über Schießen und Watschelen. Auch Hochprozentiges war Thema. So entstand die Idee, einen eigenen Rodelhütten-Brand zu kreieren – gebrannt ausschließlich aus Äpfeln, die von den Vereinsmitgliedern selbst beigesteuert werden. Wenn jedes Mitglied nur einen Apfel spenden würde, kämen bereits über 500 Äpfel zusammen – genug für eine feine, gemeinsame Spezialität mit Vereinsgeist.

Stimmen: 
Hubert Würtenberger:
Traditionell hat die Schützengilde wieder ein hervorragendes Sommerfest organisiert. Mein Dank gilt auch allen Vereinsmitgliedern, die auch dieses Jahr bei diesem etwas anderen sportlichen Wettkampf teilgenommen haben. Gratulieren möchte ich natürlich unseren beiden Mannschaften, die sich bravourös geschlagen haben, und stolz bin ich auf unsere Herrenmannschaft

Manfred Schafferer, Bürgermeíster, Obmann und Oberschützenmeister: Sinn und Zweck dieser „Dorfmeisterschaft, ist dass die Absamer zusammenkommen, was uns auch jedes Jahr immer wieder aufs Neue glückt. Dieses Jahr haben wir mit 35 Mannschaften und 280 Teilnehmern ein neues Rekordergebnis erzielt.  

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Foto: © Robert Thiem

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