Landesrätin Cornelia Hagele besucht Projekt „Rodel-Fuchs Tirol 2025/2026“ in Trins

Im Rahmen des Projekts „Rodel-Fuchs Tirol 2025/2026“, das vom Tiroler Rodelverband gemeinsam mit der Bildungsdirektion für Tirol und der Sportabteilung des Landes Tirol initiiert wurde, verschaffte sich Landesrätin MMag.a Dr.in Cornelia Hagele einen Eindruck vor Ort in Trins und äußerte sich zur Bedeutung der Initiative.

Frau Landesrätin, Sie sind in der Tiroler Landesregierung unter anderem für die Ressorts Gesundheit und Bildung verantwortlich. Welche persönliche Verbindung haben Sie zum Rodelsport? 
„Rodeln macht einfach Spaß. Es ist ein günstiger Sport und eignet sich sehr gut für die ganze Familie. Ich bin selbst als Kind in Telfs zweimal bei einem Rodelrennen mitgefahren und habe sehr positive Erinnerungen an diesen Sport.“

Wann und auf welchem Weg haben Sie erstmals von der Initiative „Rodel-Fuchs“ erfahren, und wie war Ihr erster Eindruck?
„Vor etwa einem Jahr hat mich der Präsident des Tiroler Rodelverbandes, Peter Knauseder, auf dieses Projekt angesprochen. Ich war sofort begeistert, weil es gerade in letzter Zeit viele Unfälle beim Rodeln gibt. Ich bin überzeugt, dass man Rodeln lernen kann und auch lernen muss. Genau dazu leistet die Initiative „Rodel-Fuchs“ bereits im Kindesalter einen wichtigen Beitrag.“

Wie beurteilen Sie das Projekt insgesamt? Welche Aspekte sind aus bildungs- und gesundheitspolitischer Sicht besonders wertvoll?
„Sicheres Rodeln kann man lernen – dazu gehören richtiges Bremsen, sicheres Kurvenfahren und das Wissen über die notwendige Ausrüstung. Sicherheit ist der wichtigste Aspekt, denn nur dann macht Rodeln wirklich Spaß und kann verantwortungsvoll ausgeübt werden. Aus diesem Grund wird etwa auch die Frage einer Helmpflicht intensiv diskutiert.“

Die Bildungsdirektion für Tirol unterstützt das Projekt. Welche Bedeutung messen Sie dem Schulsport generell bei?
„Schulsport hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert, insbesondere in den Pflichtschulen. Bewegung ist für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen essenziell. Deshalb ist es wichtig, ihnen unterschiedliche Sportarten näherzubringen und zu zeigen, wie man Freude an Bewegung entwickeln kann. Sport gehört ganz klar zu unserem Bildungsauftrag.“

Das Projekt ist derzeit für 2025/2026 vorgesehen. Sehen Sie darin eine Pilotinitiative oder Potenzial für eine dauerhafte Verankerung?
„Ich sehe hier ganz klar Potenzial für eine Fortführung. Ich würde das Projekt und die vielen engagierten Helfer sofort unterstützen. Wir werden auf jeden Fall versuchen, dieses Projekt weiterzuführen und auch finanziell zu unterstützen.“ 

Unfallstatistiken zeigen, dass viele verletzte Rodler Kinder sind. Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht notwendig, um die Sicherheit nachhaltig zu erhöhen?
„Zunächst müssen Kinder lernen, dass es viele präventive Maßnahmen gibt, um sicher zu rodeln. Dazu gehört der richtige Umgang mit der Rodel ebenso wie die passende Ausrüstung. Genau hier setzt die Initiative „Rodel-Fuchs“ des Tiroler Rodelverbandes in exzellenter Weise an.“

Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren verfügen über etablierte Ausbildungsmodelle. Sehen Sie im „Rodel-Fuchs“ einen Schritt in Richtung einer standardisierten Rodelausbildung?
„Das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Wichtig ist dabei, dass ein solches Angebot an allen Schulen umgesetzt werden kann und ausreichend qualifizierte Rodel-Guides zur Verfügung stehen. Ein entsprechendes Zertifikat kann ich mir grundsätzlich sehr gut vorstellen.“

Abschließend gefragt: Würden Sie eine landes- oder österreichweite Initiative für sicheres Rodeln unterstützen?
„Definitiv. Das Land Tirol stellt seine Initiativen und Erfahrungen gerne zur Verfügung. Es muss das Rad nicht immer neu erfunden werden – wir teilen unsere bewährten Konzepte mit den Bundesländern seit jeher in ganz unterschiedlichen Bereichen.“

Frau Landesrätin wir danken Ihnen für das Gespräch

© Foto: TRV/Robert Thiem   

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Herrn Präsident Peter Knauseder
Tiroler Rodelverband
Stadionstraße 1
A-6020 Innsbruck

Mobil: +43 (0) 664 357 8607
e-mail: office@tiroler-rodelverband.at